Die Elektroinstallation

Kurz vor Toreschluss, wir wollen am 01.06.2015 den Kreditvertrag unterzeichnen, traf das Angebot unseres Elektrikers, der Fa. Kämpfer (http://www.elektro-kaempfer.de) aus Stolzenau, ein.
Das es so lange gedauert hat lag aber eher an mir als an dem Herrn Kämpfer, da meine Wünsche und Erweiterungen des Elektro-Basispakets von böSteinhaus doch recht umfangreich ausgefallen sind.

Konkret haben wir folgende Elektroinstallation in Auftrag gegeben, die ich bereits auf das “Wesentliche” reduziert habe.

Auflistung Elektro (EG)

Auflistung Elektro (EG)

Auflistung Elektro (OG)

Auflistung Elektro (OG)

Eine kurze Erklärung zur Sinnhaftigkeit einiger Punkten möchte ich an dieser Stelle gerne abgeben:

Sternförmige Verkabelung der Decken- und Wandauslässe

Um zukünftig das Problem des brennenden Lichtes im Kinderzimmer, bei Abwesenheit selbiger, in den Griff zu bekommen kann dieses dann von zentraler Stelle, nach Auswertung entsprechender Sensorik, ausgeschaltet werden.
Deckenlicht im Schlafzimmer aus dem Bett ausschalten? Kein Problem, wenn man die Belegung des Schalters neben seinem Bett entsprechend im Schaltschrank ändert. Eine Sache von fünf Minuten.

Zwei Netzwerkdosen in jedem Zimmer (CAT7)

Auch, oder gerade weil, wir in Zeiten von WLAN und Bluetooth leben, sollte man auf eine vernünftige Netzwerkverkabelung des eigenen Hauses keinesfalls verzichten.
Jeder hat heutzutage mindestens ein oder zwei Nachbarn mit eigenem WLAN-Router, die man dann beim Verbinden des Laptops mit dem eigenen Netzwerk kurz, neben dem eigenen Router, zur Auswahl bekommt. Soweit sind zwei andere Router neben dem eigenen nicht störend, sofern der Router “schlau” genug ist andere Kanäle als die Nachbarn zu verwenden. Lebt man hingegen in einem dichtbebauten Neubaugebiet tauchen plötzlich bei dem Einen oder Anderen bis zu 10 Fremdrouter auf und man fragt sich nach der Verbindung mit dem eigenen Router weshalb die Internetverbindung so lausig ist.
Der Grund hierfür ist ganz einfach: Überbuchung des verfügbaren Spektrums. In Europa stehen im 2,4GHz Frequenzbereich, Nutzung durch 802.11b/g/n, lediglich vier unabhängige Kanäle zur Verfügung über die Pakete verschickt werden können. Im Klartext heißt das: Benutzen zwei Router den selben Kanal, teilen sie sich die verfügbare Bandbreite. Je mehr der eine sendet/empfängt, desto weniger kann der andere senden/empfangen. Bei 10 suboptimal konfigurierten Routern bekommt man also lediglich noch 1/10 der verfügbaren Bandbreite und wundert sich weshalb Youtube oder Netflix nicht anständig laufen.
Diesem Umstand kann man durch das Verlegen von Netzwerkkabeln an die strategischen Stellen, bspw. Fernseher, Büro & Kinderzimmer, einfach entgegenwirken. Ausserdem schützt man sich vor potentiellen Mitlauschern ;-). Für einen Aufpreis von rund 1.200 € werden in jedem Raum zwei Datenleitungen, ausgehend vom Haupt- oder Unterverteiler, samt Dosen verlegt und montiert. Ich denke da kann man nicht meckern.

Haupt- und Unterverteiler

Zwei Verteiler, einer pro Etage, sind sinnvoll sofern man nicht einen großen Monsterschrank haben möchte und für die Zukunft, samt eventueller Aufrüstungswünsche, gewappnet sein will.

Steckdosen

Jeder kennt bei sich daheim Ecken mit Dreifachsteckdosen. Möchte man diese potentielle Gefahrenquelle und optische Entgleisung aus seinen Räumen verbannen gilt es die korrekte Anzahl an benötigten Steckdosen zu schätzen. Ich bin dazu in unserem jetzigen Heim alle Verbraucher abgeschritten, habe die benötigten Dosen gezählt und, je nach Einsatzort, ein bis zwei Dosen als Reserve eingeplant.
Was mir erst zu diesem Zeitpunkt wirklich bewusst geworden ist, war das ständig zwei oder drei Steckdosen von Handys und Tabletcomputern/Notebooks belegt sind. Möchte man dann ein weiteres Gerät anschließen, muss man sich erstmal eine Dose suchen, die sicher nicht in Reichweite eines bequemen Möbels liegt. Weitaus schlimmer finde ich jedoch die Tatsache das man seine Freiheit bezüglich des Möbelarrangements von der Verfügbarkeit einer Steckdose abhängig macht.
So sind in Zukunft den gestalterischen Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Wenn eine neue Sofalandschaft angeschafft wird, finden Ladekabel von Handy und Notebook in Reichweite ihren Platz und auch die Stehleuchten können so platziert werden, das für die korrekte Ausleuchtung gesorgt ist. Stolperfallen werden somit ebenfalls vermieden.
Keine Steckdose/Antennendose in der für den Fernseher ideal erscheinenden Ecke vorhanden? Dann kann der Fernseher dort eben nicht stehen, oder man fängt das Hantieren mit Verlängerungskabeln und Kabelkanälen an. Nein Danke. Daher besser im Voraus 60 EUR für zwei zusätzliche Dosen investieren um am Ende nicht eingeschränkt zu sein. Aufgrund der Vielzahl an Elektrogeräten in Küche, Stube und Kinderzimmer sind es eben fast 116 Steckdosen im gesamten Haus geworden. Die Kinder werden es mir eines Tages danken (vielleicht).

Louis Pasteur sagte einst, und hatte damit sicher unsere Elektroinstallation im Hinterkopf, folgendes:

Veränderungen begünstigen nur den, der darauf vorbereitet ist.

Ein KOmmentar zu “Die Elektroinstallation

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